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Beamer Leinwand selber bauen- maskierbare Rahmenleinwand für 250€ – Maskierungsbau DIY

Was ist eine maskierbare Rahmenleinwand?

Eine Multiformat Rahmenleinwand lässt sich in ihrem Seitenverhältnis z.B. von 16:9 nach 21:9 variabel verändern, um für jedes Filmformat kompatibel zu sein. Diese Art von Leinwand ist für jeden Heimkinofan ein absolutes Highlight und eigentlich nur für sehr viel Geld zu bekommen. Jeder kennt es, sei es am TV oder auf der Leinwand, eben hatte man beim TV gucken noch ein voll ausgefülltes Bild, startet nun aber der Blockbuster, sind plötzlich unten und oben schwarze bzw. graue Balken zu sehen. In diesem Fall ist der Film meist im cinema scope Format aufgenommen worden, sprich mit einem Seitenverhältnis von 21:9.


Vorteile einer maskierbaren Leinwand

Die Maskierung kann diese meist grau wirkenden Balken überdecken und das Bild wirkt wieder perfekt eingerahmt, plastisch und kontrastreich. Außerdem wird durch das zusätzlich schwarze Velours einiges an Streulicht geschluckt, sodass das Bild seinen „Grau-Schleier“ verliert und deutlich ansehnlicher wird. Ab sofort werdet Ihr Filme in 21:9 lieben, versprochen! 😉 In folgendem Artikel werdet ihr erfahren, wie ihr die Maskierung einer Beamer Leinwand selber bauen könnt. Am besten ihr überzeugt euch selbst von der Bildwirkung, wobei keine Kamera der Welt die tatsächliche Bildwirkung 100% wiedergeben kann. Wir haben uns, genau wie in unseren Videos auf Youtube, natürlich wie immer die größte Mühe gegeben, euch perfekte Bildqualität zu liefern um einen annähernd echten Eindruck von der Bildqualität zu gewinnen. An den Bildern wurde keine Nachbearbeitung durchgeführt, lediglich verkleinert.

leinwand-mit-maskierung

Bildeindruck mit Maskierung

leinwand-ohne-maskierung

Bildeindruck ohne Maskierung


Nachteile einer maskierbaren Leinwand

Es gibt wirklich nur einen einzigen Nachteil und das ist schlichtweg der hohe Preis! Die günstigsten Modelle, die sich im Netz finden lassen, beginnen bei einem Preis von 1300 €, wobei hier nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind. Genau aus diesem Grund haben wir beschlossen, eine DIY-Lösung zu entwickeln, die den teuren, manuell maskierbaren Rahmenleinwänden in Sachen Optik und Bedienung in nichts nach steht.  Viel Spaß beim Nachbauen!


Maskierbare Beamer Leinwand selber bauen, so gehts!

Wir haben den Bau der Leinwand ebenfalls in Form eines Videos dokumentiert:

Die Basis unserer maskierbaren Rahmenleinwand stellt eine bereits fertige Rahmenleinwand aus dem Hause eSmart Germany dar. Diese Leinwand verwenden wir nun schon einige Jahre und können sie deshalb uneingeschränkt weiter empfehlen. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet und muss sich vor den teuren Modellen nicht verstecken. Aus diesen Gründen verzichten wir darauf, eine Beamer Leinwand selber zu bauen, da wir mit einem Budget von 200 € keine bessere Leinwand hätten bauen können und somit enorm viel Zeit sparen konnten.

Es gibt elektrisch und handbetriebene Maskierungen, wobei wir die letztere Variante verwirklicht haben, um den Bau der Maskierung für Jedermann mit geringsten Mitteln möglich zu machen. Hierbei ist auch das Werkzeug mit einbezogen. Eine Auflistung der benötigten Werkzeuge & Hilfsmittel:

  • Metallsäge
  • Cutter Messer
  • Heißklebepistole
  • Klebeband
  • Schleifpapier
  • Maßband, Geodreieck, Stift

Bei den Materialien könnt ihr natürlich ebenfalls nach Belieben variieren und auf eure Bedürfnisse anpassen. Die Rahmenleinwand ist beispielsweise in den gängigsten Rahmenbreiten zwischen 1,98 m – 3,13 m zu haben. Das Grundprinzip der Maskierung ist natürlich auf alle Größen anwendbar.

Einkaufsliste:

Kosten:

  • 199,95€
  •   29,95€
  •   20,00€
  •   10,00€

__________

  • 259,90€

Den Zusammenbau der Beamer Leinwand sollte wirklich jeder mit Hilfe der beigelegten Anleitung selbst alleine hinbekommen. Ist dies geschehen, kann es nun mit dem eigentlichen Bau der Maskierung los gehen.


Schritt #1:

p1000232-00_00_23_24-standbild006Zunächst die 4 Alu-Profile mit einer Säge auf die Darstellungsbreite der Leinwand kürzen. In unserem Fall beträgt die tatsächlich sichtbare Darstellungsfläche also jeweils von Innenkante des Rahmens gemessen 221 cm. Da die Maskierung noch mit Veloursstoff bezogen wird am besten 2 mm kürzer als die Darstellungsbreite eurer Leinwand. Nun also alle 250 cm langen Alu-Profile um 19,2 cm kürzen. Die evtl. entstandenen scharfen Kanten mit Schleifpapier abschleifen, somit besteht keine Verletzungsgefahr und die später zum Einsatz kommende Veloursfolie kann nicht beschädigt werden.


Schritt #2:

Für diesen Arbeitsschritt empfiehlt sich ein stets scharfes Cutter-Messer, um präzise schneiden zu können. Die Dämmplatten hatten wir noch übrig und nutzten sie deshalb für das Projekt. Wir würden allerdings lange Styropor-Platten mit einer Wandstärke von 8-10 mm empfehlen, da man sich hierbei deutlich Zeit und Aufwand sparen kann.

schaubild1Für ein „Maskierungsbrett“ benötigen wir für die Länge 3 Teile und, um das Alu-Profil optimal auszufüllen, zwei Platten in der Breite, sprich pro Maskierung 6 Platten, also insgesamt 12. Um die passende Höhe unserer Maskierungsbretter zu ermitteln, verwenden wir folgende Formel:

Bildhöhe im 21:9 Format ermitteln [tatsächliche Bildbreite / 21] * 9

(Bildhöhe im 16:9 Format MINUS errechnete Bildhöhe im 21:9 Format) /2 

In unserem Beispiel also:

221cm / 21 * 9 = 94,7cm

125cm – 94,7cm = 30,3cm /2 = 15,15cm

Zieht man die Wandstärke der Alu-Profile und die Veloursklebefolie noch ab, erhält man einen runden Wert von 15 cm

nut1nut2Schneidet nun also 12 x 15 cm hohe Platten aus den Laminat-Dämmplatten aus. Bündelt immer ein Pärchen zusammen und fixiert es mit Klebeband. Schneidet mit einem Cutter eine leichte Nut an der Ober- und Unterkante aus. Diese sollte ca. 0,8 cm breit und nur 1 mm tief sein. Sie dient dazu die Dämmplatten leichter ins Alu-Profil zu setzen und schafft gleichzeitig eine perfekt plane Oberfläche.


Schritt #3:

Nachdem ihr alle Platten mit Klebeband gebündelt und die Nut herausgeschnitten habt, können wir damit beginnen, die Platten ins Alu-Profil zu kleben. Verwendet dazu eine Heißklebepistole. Seid dabei schnell und vorsichtig. Ist eine Seite komplett verklebt, setzen wir den „Deckel“ also das zweite Alu-Profil auf, hierbei ist besonders viel Gefühl gefragt, eine zweite Person erleichtert die Arbeit mit dem langen Profil enorm. Wenn ihr den Deckel aufgesetzt habt, ist euer Maskierungsbrett so gut wie fertig und muss nur noch mit der bestellten DC-Fix Veloursfolie bezogen werden.


Schritt #4:

bezugBeamer Leinwand Maskierung mit Velour beziehenMarkiert euch auf der Rückseite der Folie den Mittelpunkt und zieht eine Markierung. Nun mit einem Cutter oder einer Schere die 3 m lange Folie in ihrer Höhe halbieren. Beim Beziehen empfehle ich euch die Trägerfolie immer nur ein Stück abzuziehen und mit der Hand, einem Rakel oder Ähnlichem die Folie aufzutragen, so verhindert ihr Luftblasen zwischen Brett und Folie. Habt ihr die Oberfläche sauber foliert, geht es an die äußeren Beamer Leinwand Selbst bauen Velours Bezug Kanten. Schneidet mit dem Cutter ein Rechteck an den äußersten Kanten aus, um die Folie perfekt umschlagen zu können. Erst die Kanten der Länge nach sauber andrücken und hier wieder darauf achten keine Luftblasen, Knicke oder dergleichen entstehen zu lassen, dann die kurzen äußeren Kanten umschlagen. Fertig!


Da wir die Maße der Maskierung im Vorfeld perfekt auf unsere Rahmenleinwand abgestimmt haben, sollten die Maskierungsbretter perfekt mit leichtem Druck zwischen den Rahmen passen. Aufgrund der rauen Oberfläche des Veloursstoffs besitzt die Maskierung genug Grip, um wirklich bombenfest zwischen dem Rahmen zu stecken. Es ist wie gesagt keine Halterungslösung notwendig und daher optisch auch wirklich sehr edel!

Wir wollten mit diesem Artikel zeigen, dass man nicht immer eine komplette Beamer Leinwand selber bauen muss, sondern durchaus DIY mit fertig gekauften Produkten kombinieren kann.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachbauen und noch viel mehr Spaß beim Filme Gucken im 21:9 Format!

 

 

 

 

 

 



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Kommentare


kerim Januar 4, 2017 um 8:03 pm

gefällt mir sehr, vielen Dank! 🙂

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